Bewährung ist Beschwerung

der Rückzug.

Man kann sich nicht mehr zurückziehen. War es vor einigen Jahren noch so, dass man sich hochspielen musste, ist es heute fast ein Unding, sich als Künstler aus dem Geschäft zu klinken. Den Rückzug muss man sich leisten können. Wer könnte aber etwas davon haben, dass man sich zurückzieht. Und wohin: Ins Innere? Da ist nichts, oder alles besetzt. Herausschälen aus dem Kokon des kontinuierlichen Bewährens. Man hat ja nichts zu sagen. … mehr lesen … über Bewährung ist Beschwerung

Lebensgefahr. Foto: Hufner

Militärische Ehre – Pustekuchen

Zeichen unserer verdorbenen Zeit. Überall auf der Welt werden irgendwelche Leute mit militärischen Ehren empfangen. Nicht mit einer Umarmung, mit einem Handschlag, mit einem Bruder- oder Schwesterkuss. … mehr lesen … über Militärische Ehre – Pustekuchen

Blasmusik. Foto: Hufner

Das Rechtsverständnis des H. Seehofer

Scheißverbot. Foto: Hufner

In den letzten Wochen hat die Bayerische Staatsregierung immer wieder den Versuch unternommen, die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu kritisieren. Kritik gehört zur Politik, das ist keine Frage. Und gerade in Zeiten einer großen Koalition muss man sich auch über interne Diskussionsfreude innerhalb der Regierungskoalition freuen. Aber hier liegt der Fall anders.

Seehofer und die Seinen meinen, ein Gutachten ehemaliger Verfassungsrichter im Gepäck, die Flüchtlingspolitik der Regierung, sei nicht verfassungsgemäß. Und man überlege sich vor das Verfassungsgericht in Karlsruhe zu gehen, um das nachzuweisen – bzw. nachweisen zu lassen. Ein Winkelzug, um die Regierung zu einem Umlenken zu zwingen.

 

Wie absurd ist das denn. Man ist selbst im Regierungskabinett mit Ministern vertreten, glaubt aber, die Regierung handle verfassungswidrig. Konsequent wäre es, die Koalition zu verlassen und vor allem vor Gericht zu ziehen, statt nur damit zu drohen. … mehr lesen … über Das Rechtsverständnis des H. Seehofer

Beleglose Argumentation

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Eigentlich nicht möglich, ohne Beleg, zu argumentieren. Eine Argumentation braucht Argumente, wenigstens mindestens eines. Im Moment, ander als das papierlose Büro, das nie Realität wurde, boomt die beleglose Argumentation (übrigens nicht nur im Internet). Als Bedingung dafür ist Voraussetzung, dass man etwas gehört oder aufgeschnappt hat. Das reicht. Man muss es dann im Zweifelsfall auch nicht einmal zitieren. … mehr lesen … über Beleglose Argumentation

Die besseren Argumente. Foto: Hufner

Happylepsie

die, das, des, der, dings, dusel, dasel,

Verkrampfter Lachanfall, vozugsweise beim Rezipieren von Telemedien oder Sozialmedien.

Ursache:

Unter H. leiden all diejenigen, die vor Schreck nicht mehr heulen können. Rauschhafte Erkrankung des Nervensystems, das in dialektischer Umkehr, das Gegenteil von dem bezeugt, was diese Person gerade fühlt.

Folgen:

Muskelkater, feindliche Haltung von Mitmenschen

Therapie: … mehr lesen … über Happylepsie

Francisco de Goya y Lucientes: Zeichnungen für »Los Caprichos«: »Neunzehnter Traum, Die alten Lachen sich tot, weil sie wissen, daß er nicht einen Pfennig besitzt«, 1797–1798, Feder in Sepia, mit Chinatusche laviert, auf Papier, 24,5 × 18,5 cm. Madrid, Museo del Prado.

AfD distanziert sich von „ihrem Volk“

So kann man es nachlesen bei der ZEIT. Ein Kopf der AfD, Alexander Gauland wird da ziziert mit: … mehr lesen … über AfD distanziert sich von „ihrem Volk“

Ninkys Kommentar. Foto: Pepa

Volksanmaßung, Volksfälschung

Pig Data

Ehrlich, nach den peinlichen Volksmitgliedern, die sich in Clausnitz entblödet haben,beim unheimlich mutigen Blockieren eines Busses mit Flüchtlingen, wende ich mich abermals lieber Schweinen zu.

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Schweine können nichts dafür. Foto: Hufner

Zeitdiagnose

Ich kann mich gerade gut erinnern, wie wir mal in den 90er Jahren und Anfang des 21. Jahrhunderts im Feuilleton unseren Spott ausgegossen haben über eine Tendenz, die man nonchalent „Spaßgesellschaft“ genannt hat. Der Hedonismus und der Narzissmus standen oben auf der Skala der Kultureigenschaften einer wohlsituierten westlichen/deutschen Gesellschaft. Big Brother gehörte dazu, ebenso wie die der angebliche Bildungsverfall wie er dann in den PISA-Studien sich ausgedrückt hat oder die sog. Politikverdrossenheit.

Zugleich brachte diese Zeit ihren Agenten kein Glück. … mehr lesen … über Zeitdiagnose

Markt. Foto: Hufner

Schaf im Wolfspelz

Matthäus Franck: Mißgestaltetes Schaf, geboren in Meersfeld bei Frankfurt. 1567, Holzschnitt, 27,5 × 37 cm. Zürich, Zentralbibliothek. Gedruckt von Matthäus Franck in Augsburg

Mut zur Wahrheit wäre eigentlich mal angebracht – bei der AfD.

Folgendes: Ich war auf der Suche nach Informationen zur AfD in unserem Wahlgebiet. Mal schauen, wer hier was so macht und sagt, in Kleinmachnow und Umgebung. Viel war da nicht zu finden, man wurde weitergeleitet zum gesamten Gebiet, Potsdam-Mittelmark. Die dort angeteaserten Texte boten das Übliche. Die Opferrolle der AfD wurde artikuliert. Mehr Informationen zum Programm? Da sollte man sich doch die Leitlinien ansehen unter dem Titel „Mut zur Wahrheit“. Und da wurde man in der Tat fündig: Was die AfD so aktuell in ihren eigenartigen Thesen so verlauten lässt, findet man da gar nicht: Unter Punkt 15 steht da:

„Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.“ (S. 11-12)

Irgendwie passt das nicht so recht zusammen mit dem, was die AfD aktuell durch ihre Spitzenpolitikerinnen raushaut. Da ist es hier doch „Pflicht“, Kriegsflüchtlingen beizustehen. Asylberechtigte sollen arbeiten dürfen (Auskommen selbst erarbeiten). Es geht um würdige Behandlung der Gäste. … mehr lesen … über Schaf im Wolfspelz

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Erklärung des Nebels 

Das Blog und der Zettelkasten der „Kritischen Masse“ ist lange Zeit eine Brache gewesen. Die guten alten Blogs sind immer häufiger verloren gegangen und mit ihnen meine Lust, selber noch eines zu führen. Die schnelle Meinung in Twitter und Facebook hat vielerorts die andauernde kontinuierliche Kommunikation im Gefolge entwertet. Die Karawane zog weiter. Ein paar Große blieben übrig. Ein paar Kleinere auch.

Wie viel besser ist es, sich selbst einen Raum zu geben, als nur die Räume zu nutzen, die andere für einen „öffnen“! Die Blogs müssen wieder leben. 

 
 

Gute Links

Gute Links gibt es viele. Aber ein paar sind besonders gut: